Atempause

Atempause

Atempausen sind wichtig, im Alltag, im Leben!
Diese lassen uns das Gespür und Gefühl für unser „ICH“ wieder finden. Lassen uns zur Ruhe kommen, tragen zur Entspannung bei und tragen außerdem zu einer besseren Körperwahrnehmung bei. Atmen bewegt unsere Organe, den Körper und unsere Seele. Es gibt die unterschiedlichsten Atemtechniken, die wir in allen Lebenslagen und Situationen einsetzen können. Z.B. wenn wir aus dem Hamsterrad des Alltags aussteigen wollen, wenn wir unser Gedankenkarussell anhalten wollen, bei Nervosität oder Angst, u.v.m. Daher, genieße Deine Atempause für’s „ICH“, jeden Tag aufs Neue, denn Atem ist Leben!

Übung für Dich: Sorge dafür, dass Du für die Zeit ungestört bist, stell den Wecker für 15 min. oder länger, lies dir den Text zuerst durch und dann beginn mit Deiner Atempause.
Schließe nunmehr die Augen und verfolge Deinen natürlichen Rhythmus des Atems. Ein und Aus. Wo kannst Du den Atem fühlen. Dies könnte z.B. die Innenseite der Nasenflügel sein, wo Du merkst wie die Luft in den Körper ein- und wieder ausströmt. Verweile ein paar Atemzüge bei der Nase. Richte dann die Aufmerksamkeit auf die Bauchdecke und spüren nach, wie sich der Bauch mit jedem Ein hebt und im ausatmen senkt. Ganz in Deinem Atemrhythmus hebt und senkt. Versuche den Atem nicht zu verändern. Lasse es einfach geschehen, ohne den Atem zu verlängern, zu verkürzen oder zu vertiefen.
So fließt Dein Atem ein und aus. Wenn Du ganz in Deinem Rhythmus angekommen bist, der sich in der Ruhe verändern kann, nimm auch die Pause wahr, die sich zwischen dem Ein und dem Ausatmen ergibt. Tauche ein in diesen stillen Raum und spür wie sich der Körper automatisch den nächsten Atemzug holt. Ganz von allein.
Der entscheidende Teil der Übung ist, wenn Gedanken kommen, nimm sie nur wahr, ohne sie zu bewerten oder Dich über Dich zu ärgern und kehr ganz sanft wieder zur Konzentration auf den Atem zurück. Lass die Gedanken mit dem nächsten Ausatmen weiterziehen. Hilfreich kann hier das Bild der Wolken am Himmel sein. Jeden Gedanken auf eine Wolke setzen und mit dem Ausatmen weiterziehen lassen. Hiermit stärkst Du auch Deine Fähigkeit, Dich von Gedanken zu distanzieren. Was letztendlich auch in vielen stressvollen Situationen des Alltags hilfreich ist.
Wenn Dein gestellter Wecker Dich wieder zurück holt ins Hier und Jetzt, nimm Dir bewusst Zeit zurückzukehren. Nimm einen tiefen Atemzug, streck und räkle Dich und öffne langsam die Augen, mach Dich mit dem Licht im Raum wieder vertraut. Spüre nach, wie Du Dich jetzt fühlst. Was hat sich verändert? Starte gestärkt ins Hier und Jetzt und hab einen schönen Tag.